Anti-Atlas-Gebirge

Kulturgeschichte und Städte, Wüste und Strand … Marokko hat sogar noch weiteres riesiges Touristengebiet: Trekking in den Atlas-Bergen. Wer es etwas wärmer mag, reist in das Anti-Atlas-Gebirge, das südlich davon „vor“ dem Atlas liegt, zu seinen Ausläufern Richtung Sahara-Wüste mit seinen Oasensiedlungen. Was man alles für eine Tour durch das Anti-Atlas-Gebirge wissen muss …

Urlaub und Reisen ins Anti-Atlas-Gebirge

Warum eigentlich ins Anti-Atlas-Gebirge reisen? Von den Anhöhen des Gebirgszugs hat man bereits einen beeindruckenden Blick auf die Sahara Richtung Süden. Besonders lohnt ein Besuch der wehrhaft anmutenden Dorfanlagen (Ksare) in der Region um Tafraoute. Vor allem den spektakulär auf einer Bergkuppe gelegenen Ksar Tizourgane muss man gesehen haben: In naher Zukunft soll ein Teil der Speicherburg zu einem Museum zur Geschichte und Kultur der Berber erweitert werden. Weitere interessante Reiseziele im Anti-Atlas-Gebirge sind:

  • Taznkht (Teppichstadt)
  • Taroudant ( „Klein Marrakesch“)
  • Draa-Tal (längster Palmenhain Marokko, Lehmdörfer und sattgrüne Palmenoasens)

Wo liegt das Anti-Atlas-Gebirge?

Der Anti-Atlas ist das südliche Großgebirge Marokkos. Es klemmt quasi zwischen dem Hohen Atlas im Norden und den Sahara-Wüstengebieten im Süden an der algerischen Grenze. Im Osten beginnt der Gebirgszug bei Erfoud im Tafilalt und reicht bis zur Atlantikküste in den Westen bei Tan-Tan. Der höchste Berggipfel ist mit 2.500 Metern der Jbel Aklim und Richtung Süden und Sahara nimmt die bergige Zerklüftung immer mehr zu.

Landschaft im Anti-Atlas: So karg wie beeindruckend

Alte Kasbah im südlichen Anti-Atlas-Gebirge

Überleben in unwirtlich anmutender Kargheit: Die Anti-Atlas-Gebirgslandschaft ist geprägt von steil aufragenden Granitwänden und fast vegetationslosen Steinwüsten, unterbrochen von fruchtbaren Oasentälern. Geradezu grotesk mutet dieser gnadenlose Überlebenskampf winziger, saftig-grüner Inseln an und genauso irreal erscheint uns ein pflügender Bauer in den vegetationslosen Hochplateaus und Geröllwüsten.

Die Berge wirken wie eine Mondlandschaft – fantastisch in Gestalt und Form, rotbraune Felsnadeln, die den Himmel berühren: Der Antiatlas bietet die spektakulärste Bergszenerien Nordafrikas. Die Wege durch die grünen Hänge des Dadès-Tals auf dem Übergang zum Hohen Atlas sind gesäumt mit hohen Tafelbergen und tiefen Schluchten.

In den südöstlichen Ausläufern des Anti-Atlas-Gebirges wird die Landschaft zunehmend trockener und wüstenähnlicher und es haben sich einige Oasensiedlungen und Berberdörfer angesiedelt, wo noch heute Landwirtschaft betrieben wird. Und so findet man auf den fruchtbaren Feldern etwa bei Taghjijt oder Akka Datteln, Oliven, Trauben, Granatäpfel und Feigen.

Bevölkerung und Kultur im Anti-Atlas

Seit jeher wird der Antiatlas von den Chleuh-Berbern bewohnt, die im Siedlungszentrum Tafraoute, im Tal der Ammeln, wohnen. Die schwierige Subsistenzwirtschaft zwang viele Bewohner entweder zum gemeinsamen Wegzug aus der Region oder ein einzelnes Familienmitglied verdient über das ganze Jahr hinweg das Geld für die Familie in der Stadt. Dieser Entwicklung stand der touristische Ausbau der Region entgegen: Viele Familien verdienen nun im Touristiksektor ihr Geld.

Die verschiedenen Berberstämme haben Agadire (Speicherburgen) aus Stein und Erde erstellt, die verstreut zu finden sind. Außerdem trifft man in der Umgebung von Tafraoute die traditionellen Wohnburgen (Tighremts), die seinerzeit aus Stampflehm gebaut wurden, an denen allerdings mittlerweile der Zahn der Zeit nagt und sie größtenteils am verfallen sind. Hier sollte man nicht ohne eine geführte Gruppenreise oder einen einheimischen Führer wandern, da man riskiert, jene Ausflugsorte nicht zu finden.

Klima im Anti-Atlas

Der Ostteil des Gebirges gehört bereits zur Sahara und hat dementsprechend ein warmes bis heißes Klima, anders als sein nördlicher Bruder Hoher Atlas. Im nördlichen und westlichen Teil des Anti-Atlas-Gebires gibt es etwas mehr Niederschlag.

Auf dieser Tour fahren Sie bequem durch den Anti-Atlas in die Teppichstadt Taznkht und lernen anschließend die Kunst des Hennas!

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