Marokkanische Sahara

Die marokkanische Sahara liegt im Nordwesten des Afrikanischen Kontinents an der Atlantikküste und umfasst insgesamt 266.000 km². Im Norden finden sich vorwiegend flache, wellige Geröll- und Kieswüsten, so genannte Hammada; im Süden werden die Geröllflächen nur durch einzelne Sanddünen unterbrochen. Von der Atlantikküste, an der häufig dichter Nebel hängt, hinein ins Landesinnere hingegen gibt es einen stetigen Anstieg bis auf 400 Meter. Die höchste Erhebung mit 700 Meter findet sich an der Algerischen Grenze.  Das vorwiegende Klima ist Wüstenklima – heiß und trocken am Tag, relativ kühl in der Nacht. Dementsprechend angepasste Tierarten leben hier, z. B. der Dornschwanz-Agamen oder die Wüstenspringmäuse. Ein gänzlich anderes Bild zur Einöde bilden hingegen die Trockenflusstäler, Wadis genannt, nach der Regenzeit. Wenn diese Wasser führen, scheint das Leben überzufließen. In den wenigen Regenmomenten wird die Vegetation dichter. Der Saguia el Hamra, ist mit 350 Kilometern der längste Fluss Marokkos und gleichzeitig einer der wichtigsten zur Bewirtschaftung der Oasen.

Die Region der Westsahara ist aktuell Diskussionsthema in der UN, die ein Referendum fordern, um den völkerrechtlichen Status endgültigen zu klären. Marokko beansprucht das Gebiet für sich und hat es nach dem Abzug der Kolonialmacht Spanien annektiert. Die dort lebende Bevölkerung hingegen, die Sahrauis, und vor allem deren linke „Frente Polisario“, wollen hier einen unabhängigen Staat gründen, die Demokratische Arabische Republik Sahara. In ihrem „Befreiungskampf“ konnten sie mit dem Waffenstillstand von 1991 die Kontrolle über schmale Gebiete im Osten und Süden erreichen.

Offiziell ist die Region der marokkanischen Sahara heute in fünf Provinzen unterteilt: Aousserd, Boujdour, Es Semara, Laâyoune und Oued ed Dahab.