Marrakesch

Mitten in einer Palmenoase gelegen, von bis zu 14 Kilometer langen roten Lehmmauern umgeben und durch die lebhaften Souks bekannt – Marrakesch hat bis heute seinen Charakter und Charme der alten Wüstenstadt und Königsresidenz erhalten.

Vor 1000 n. Ch. war Marrakesch nur ein Lagerplatz für Karawanen. Abou Bekr, der Anführer der Almoraviden, sah die Stadt als vorzügliches Lager für seine Truppen. 1062 wurde von Youssuf Ibn Taschfin die erste Moschee und die ersten  Häuser errichtet. Von ihm stammen auch die riesigen Dattelpalmenhaine (Palmeraie), durch welche man auch heute noch im Nordosten der Stadt spazieren kann.
Die Stadt wurde nach und nach von den Almoraviden und später von den Almohaden (12. Jahrhundert) ausgebaut. Aus der Almoravidenzeit blieb nur die neun Kilometer lange Stadtmauer erhalten. Da die nachfolgenden Sultane die Paläste Ihrer Vorgänger zerstören ließen, blieben aus der Zeit der Almohaden nur Baureste übrig – von ihnen stammen die Stadttore und das berühmte Minarett der Koutoubia-Moschee.

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Als die Saaditen unter Ahmed El Arj an die Macht kamen, wurde Marrakesch im 16. Jh. wieder Hauptstadt (zwischenzeitlich war die Fés). Zu den zahlreichen Bauten; die aus dieser Zeit noch erhalten sind, zählen die kunstvollen Saadier-Gräber. Sie wurden erst 1917 wieder entdeckt, da der Haupteingang zugemauert wurde.
Der Bahia-Palast gibt einen hervorragenden Eindruck von dem luxuriösen Leben der damaligen Herrscher. Nach dem Einmarsch der Franzosen 1917 wurde Marokko von dem franzosenfreundlichen Pascha El Glaoui beherrscht. Er verschaffte sich durch die Zusammenarbeit mit ihnen zahlreiche Vorteile. Mit ihrer Hilfe bezwang er die aufständischen Berberstämme. Als 1956 König Mohammed V. aus dem Exil kommend den Thron wieder bestieg war es mit der Macht El Glaouis vorbei. Seine Hinterlassenschaft sind zahlreiche Bauten, wie zum Beispiel das Dar Glaoui in Telouèt, wo der Stammsitz der Glapui-Sippe war. Hier bekommt man überwältigenden Eindruck von der ehemaligen Macht des Paschas.

Die Souks von Marrakesch befinden sich auf Plätzen, in Gässchen oder in der Medina. Hier fertigen Handwerker Kessel, Kerzenständer, Laternen, Tabletts, Teekannen, Vasen und vielen andere mehr an. Die Bazare sind voll mit unterschiedlichsten bunten Waren. Bei einem Spaziergang durch die Medina kann man sich im Labyrinth der unzähligen Gässchen, Treppen, Durchgänge, Gewölbe und Sackgassen verlieren und eine faszinierende Welt, die sorgsam gehütet wird, entdecken.

Der Djemaa-el-Fna-Platz am AbendDer Place Djamaa el Fna bedeutet übersetzt „Versamlungsplatz der Toten“ und steht für die vielen Köpfe der Hingerichteten, die hier auf Pfählen zur Schau gestellt wurden. Am Morgen ist der Platz umsäumt von dicht gedrängten Marktständen; am Nachmitteg kommen Gaukler, Schlangenbeschwörer, Quacksalber und Märchenerzähler hinzu und verwandeln das Geschehen in einen gespenstischen Jahrmarkt einer anderen Welt. Erst gegen Abend wird es hier wieder etwas ruhiger. Ein ganzer Tag auf diesem Platz ist empfehlenswert, wer dies aber nur aus sicherer Distanz erleben möchte, der kann das Treiben in einem der vielen Cafés am Rande des Platzes beobachten.

Ganz in der Nähe des Place Djamaa el Fna befinden sich die Saadiergräber – sie liegen südlich der Kasbah-Moschee. Das Mausoleum ist ein großartiges Werk andalusisch-arabischer Baukunst. Die von Kuppeln überwölbten Decken bestehen aus bemaltem und geschnitztem Zedernholz. Bunte Kacheln glitzern an den Wänden und schwere, reich verzierte Holzportale tragen das Symbol der strahlenden Sonne. Hier ruhen die Gebeine der Alaouiten- und Saadiersultane und auch jene der heutigen Königsfamilie. In den umliegenden Gärten, am Fuße der mächtigen Mauer, wurden sogar die Diener der königlichen Familie unter grünen Mosaikplatten beigesetzt.

Der arabische Name der Koutoubia-Moschee, „Yama el Kotbiya“ bedeutet übersetzt „Buchhändlermoschee“ und geht auf den Souk der Buchhändler zurück, der sich zu beiden Seiten der Moschee ausgedehnt hatte. Die Moschee wurde unter den Almohaden im 12. JH: erbaut – das Minarett wurde allerdings erst 2 Generationen später fertiggestellt. Das Bauwerk ist ein Beispiel perfekter, ausgewogener Harmonie: jede der vier Fassaden weist unterschiedliche Verzierungen auf, die Fenster mit ihren Hufeisenbögen bilden eine Arkade, die sich über jede der vier Werksflächen zieht. Früher war das Minarett mit emaillierten Kacheln bedeckt, die heute leider größtenteils verschwunden sind. Mit seinen 76 Meter Höhe war es bis zur Errichtung der Hassan II – Moschee in Casablanca, der höchste Sakralbau Marokkos.

Das Musée des Arts Marocains im Dar Sid Said enthält kostbare ethnografische Sammlungen seltener Haouz-Teppiche, prächtiger Wolldecken (Hendiras) aus dem Hohen Atlas, Töpfereien aus Sadi, Lederhandwerk sowie eine faszinierende Ausstellung alter Waffen. Der Palast Sid Said stammt aus dem 19. Jahrhundert. Er wurde um einen schönen Innenhof angelegt, dessen Alleen sich bei einem achteckigen Wasserbecken kreuzen.

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