Fès

Gerber- und Färberviertel in FesFès, die dritte der vier Königsstädte, hat fast eine Million Einwohner und ist die älteste und drittgrößte Stadt des Landes. Der Anziehungskraft von Fès liegt ganz klar in der orientalischen Altstadt, den typischen kleinen Gassen und den mittelalterlichen Bauten, welche die Stadt zu einem besonderen Erlebnis machen. Typisch für Fès ist die immer noch traditionelle Färberei und Gerberei. Motorisiert ist man in Fès meist nur mit dem Motorroller unterwegs, der aber auch nur von den Jugendlichen genutzt wird. Autos gibt es hier keine, man beschränkt sich daher eher auf die althergebrachten Fortbewegungsmittel wie den Eselskarren.

Die Stadt wurde im Jahre 789 von Idriss I. errichtet, die eigentliche Gründung erfolgte aber erst 808 durch seinen Sohn Idriss II., der dort, wo sich sein Vater niedergelassen hatte, die ersten Häuser erbaute. Im kulturellen Umfeld der Freitagsmoschee Karaouyine, die im Jahre 862 gestiftet und erbaut wurde, entstand hier ein religiöses und geistiges Zentrum und nach Kairo die zweite Universität der Welt.

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Fès galt jeher als eine der modernsten Städte seiner Zeit, in der sich das geistige, religiöse, politische und künstlerische Leben besonders reich entfaltete. Den Almohaden folgten die Meriniden, unter deren Herrschaft die schönsten Bauwerke der Stadt entstanden. Bald erreichte das künstlerische und geistige Leben der Stadt seinen Höhepunkt.

1912 wurde die „Konvention von Fès“ unterschrieben, die den Franzosen den größten Teil Marokkos als Protektorat übertrug. Der Königssitz wurde nach Rabat verlegt, jedoch blieb Fès ein ständiges Zentrum der Widerstandsbewegung. Bis zum 20. Jahrhundert ist sie die geistige Hauptstadt des Königreiches gewesen und hat jetzt leider etwas von ihrem Glanz eingebüßt. Die Fassis, wie sich die Bewohner von Fès nennen, begreifen sich aber immer noch als Bildungselite des Landes. Auch sind sie stolz darauf, besonders elegant und modisch zu sein, sozusagen Trendsetter.

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Das wichtigste Bauwerk in Fès ist die Karaouyine-Moschee. Sie beherbergt inzwischen nur noch zwei Fakultäten der im 9. Jh. gegründeten Universität und sie war bis zur Erbauung der Hassan II. Moschee in Casablanca zweitgrößte Moschee im Maghreb. 14 Tore führen in das Innere der Gebetshalle, die von 270 Säulen getragen wird. Sie ist in der typisch maurischen Architektur mit Hufeisenbögen, schlanken Stützsäulen, Stalaktiten-Deckengewölben, geschnitzten Ornamenten, Majolikaböden und kunstvoller Ausstattung gebaut. Die Bibliothek stammt aus dem 13. Jh. und bewahrt seltene Manuskripte seit dieser Zeit auf. Berühmtester hiesiger Gelehrter war Ibn Khaldun – der bis heute als größter Historiker des Islam gilt. Auch heute noch wird an der Universität unterrichtet.

Das größte Heiligtum der Stadt, Grabmal und Wallfahrtsort zugleich, ist die Zaouia des Stadtgründers Moulay Idriss. Hier herrscht ein nicht zu stoppender Zustrom an Pilgern und Bettlern. An der prächtig ausgeschmückten Fassade zeigen ein Baldachin aus kostbarem Zedernholz und ein schmiedeeisern verziertes Fenster den Ort an, wo im Innern sich das Grab des Heiligen befindet. In der Mitte eine großen Kupferplatte befindet sich ein kleines Loch, in welches die Gläubigen beim Vorübergehen ihre Hand hineinlegen, um das Grab zu berühren. Dieser Kontakt und das Spenden einer Münze sichern ihnen das „Baraka“ den Segen des Heiligen.

Die verschließbaren Souks Attarine und Kissarya bilden den Mittelpunkt des Handwerks und des Handels. Wie in allen Souks sind die Straßen und Viertel nach Handwerkszweigen aufgeteilt: Gold-, Kupfer- und Messingschmieden, Lederverarbeitendem Handwerk und Basaren mit goldbestickten Lederkissen, Taschen und Gürteln, Waffenschmieden, Teppichhändlern und -manufakturen, Kleiderläden, Tischlern, Drechslern, Gewürzhändlern, Fisch- und Gemüsehändlern bis zum Gerberviertel.

GerberviertelHöhepunkt des Stadtbesuches, ist ein Abstecher in die Gerberei und Färberei. Hier werden noch nach mittelalterlichen Methoden Leder und Felle gegerbt und gefärbt. Bei einem Besuch der dieser Handwerksstätte ist dringen zu raten sich ein wenig der marokkanischen Minze in die Nasenlöcher zu stecken, da der Ammoniakgeruch für ungeübte Sinne sehr stechend wirken kann.

Das Dar Batha – ein ehemaliger Wesirspalast – mit seinen großzügig angelegten Gärten beherbergt eine archäologische Sammlung und ein sehr interessantes, umfangreiches Museum traditioneller marokkanischer Kunst. Hier findet man Teppiche aus dem Atlas, eine Waffensammlung aus vielen Jahrhunderten, Trachten und Schmuck der verschiedenen Stämme, Stickereien, Stoffe, Keramik, Holzschnitzereien und vieles mehr.


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