Sidi Ifni

160 Kilometer südwestlich von Agadir liegt die wunderschöne, ruhige und kleine Küstenstadt Sidi Ifni. Sie trägt den Beinamen „Tor zur Sahara“ und zählt nicht mehr als 21 000 Einwohner.

Bereist 1476 wurde hier unter spanischer Flagge ein Stützpunkt für Sklavenjagden und Fischerei angelegt. Damals nannte man es noch Santa Cruz del Mar Pequeña. Trotz, dass die Spanier zum Erhalt des Stützpunktes eine Festung errichteten, wurde „Sidi Ifni“ nur 50 Jahre nach der Gründung von der lokalen Bevölkerung erobert und die Spanier verdrängt.

Erst hunderte Jahre später, 1934, unter General Franco, wurde der Stützpunkt wieder neu errichtet als Sidi Ifni. Das Besondere daran war die durch den Art-déco-Stil geprägte architektonische und infrastrukturelle Entstehung am Reißbrett. In der Folgezeit begann Sidi Ifni rasch zu wachsen. Neben dem Ausbau des Hafens und des Flughafens, gab es eine Fülle an Verwaltungs- und Freizeitmöglichkeiten für die dort stationierten Spanier.

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Mit den Verträgen von Fés, 1969, zwischen General Franco und König Hassan II, endete die Zeit der Spanier in diesem Gebiet. Nur ein paar wenige zivile Spanier blieben zurück. Von ihnen gibt es heut in der Stadt keine mehr. Trotzdem wird in der Stadt mehr Spanisch als Französisch gesprochen.

Der ab den 20er Jahren vorherrschende Art-Déco-Stil ist gerade heute ein Grund, warum es so viele Touristen nach Sidi Ifni zieht. Breite, von Wind und Licht durchfluteten Straßen, helle Verwaltungsgebäude und eine von Palmen gesäumte Hauptstraße mit Cafés, Krämerläden und Gärten bilden das Bild der Stadt. Die Häuser sind hauptsächlich in weiße Quader mit türkisfarbenen Türen und Fensterläden angeordnet.

Kunsthistorische Highlights sind die alte Admiralität, die Kathedrale (welche heute als Gericht fungiert), der Leuchtturm, der Gouverneurspalast, der Twist Club sowie eine Fülle an Wohnhäusern, welche sich im Herzen des alten Stadtkerns befinden. Der Spanische Platz mit der angrenzenden rue Sidi Mohammed, einer von Palmen gesäumten Allee mit kubischen Häusern und blühenden Gärten, ist ein besonders schönes Beispiel für die Stadtarchitektur Sidi Ifnis.

Bei einem Besuch des Fischmarktes am Hafen kann direkt vor Ort der frische Fang des Tages betrachtet, aber auch verarbeitet und verzehrt werden. Der Strand um Sidi Ifni bietet Surfern ausgezeichnete Bedingungen zum Wellenreiten. Rund 10 Kilometer nördlich liegt Lexira (auch Legzira) – ein kleines Küstenstädchen, in dem die Surfbedingungen sowie der Strand für Wassersportarten und zum Entspannen noch besser erscheint.